Paar- und Sexualtherapie Waiblingen – Gunnar Keck, Heilpraktiker für Psychotherapie

Paar- und Sexualtherapie (HpG) in Waiblingen

Paar- und Sexualtherapie in Waiblingen – Ich begleite Paare und Einzelpersonen, die merken, dass irgendetwas in ihrer Beziehung oder Sexualität nicht mehr stimmt. Manchmal wissen sie genau, was das ist. Meistens noch nicht.

Manche kommen zu zweit. Manche kommen allein – nach einer Trennung, die noch nicht verarbeitet ist, oder weil sie merken, dass sie immer wieder an denselben Punkt kommen. Was alle eint: Sie möchten, dass sich etwas verändert. Und sie brauchen dafür einen Raum, in dem wirklich alles gesagt werden darf.

Das ist der Raum, den ich biete.

 

Wenn Paare nicht mehr weiterwissen

Viele Paare kommen nicht wegen eines einzigen großen Ereignisses. Sie kommen, weil sie das Gefühl haben, aneinander vorbeizureden – seit Monaten, manchmal Jahren. Die gleichen Streitmuster, immer wieder, ohne dass sich wirklich etwas auflöst. Und irgendwann ist da auch die körperliche Distanz: Lustlosigkeit, die sich eingeschlichen hat, ohne dass jemand genau sagen könnte, wann das anfing. Dahinter steckt selten nur ein körperliches Problem – oft ist es Erschöpfung, das Gefühl, im Alltag unsichtbar geworden zu sein, oder ein Muster, das schon lange vor dieser Beziehung da war.

Manchmal zeigt sich das in konkreten sexuellen Schwierigkeiten: Erektionsprobleme, vorzeitiger Samenerguss, Vaginismus, Schmerzen beim Sex, fehlender Orgasmus – Themen, über die kaum jemand spricht, auch nicht beim Arzt. Ich spreche offen darüber, mit den richtigen Worten. Vulva, Klitoris, Penis. Weil Scham kleiner wird, wenn das, was bisher keinen Namen haben durfte, endlich ausgesprochen wird. Manchmal liegt eine körperliche Ursache zugrunde, manchmal eine psychologische – häufig bedingen sich beides gegenseitig. Ich empfehle bei Funktionsstörungen immer auch eine ärztliche Abklärung.

Manchmal ist der Auslöser ein konkreter Bruch: Fremdgehen, eine Lüge, die sich festgesetzt hat, eine Grenze, die überschritten wurde. Manchmal ist es das genaue Gegenteil – das lange Schweigen über etwas, das beide spüren, aber keiner ausspricht: sexuelle Spannungen, unerfüllte Wünsche, Fantasien, über die man nie geredet hat. Manchmal will das Paar weitermachen, aber weiß nicht wie. In einem anderen Fall ist noch nicht klar, ob man das will. Beides ist ein Ausgangspunkt.

Eine Situation für sich ist die Zeit nach einer Geburt. Die Erschöpfung ist da, die Rollenverteilung hat sich verschoben – und plötzlich ist die Mutter abends berührt genug, während der Partner sich nicht gesehen fühlt. Beide brauchen Nähe. Beide bekommen sie gerade nicht. Was folgt, kommt selten als großer Knall, sondern als leises, wachsendes Auseinanderdriften – das, solange es unbenannt bleibt, schwerer wird.

Ein Kind verändert alles. Die Beziehung erfindet sich dabei neu.

 

Wenn man allein kommt

Nicht alle, die zu mir kommen, kommen zu zweit. Manche sind nach einer Trennung steckengeblieben – der Schmerz ist noch da, aber schwerer wiegt oft das Muster: Warum endet es immer so? Warum ist es immer dieselbe Konstellation? Was sich in früheren Beziehungen eingeprägt hat, wiederholt sich, solange es nicht verstanden wird. Andere sind noch gar nicht in einer Beziehung oder haben Traumata – und merken, dass etwas in ihnen einer Beziehung im Weg steht: Bindungsangst, das Gleichzeitige von Nähe wollen und Nähe fürchten. Das sind keine Charakterfehler – das sind Schutzstrategien, die sich verändern lassen.

Manche kommen auch allein wegen ihrer Sexualität – unabhängig davon, ob gerade eine Beziehung da ist oder nicht. Scham, Unsicherheit, das Gefühl, mit dem eigenen Körper oder den eigenen Wünschen nicht wirklich in Kontakt zu sein. Gerade ohne Partner*in bietet sich oft ein besonders offener Raum, um die eigene Sexualität zu erkunden – ohne Rücksicht auf Erwartungen von außen. Und manchmal stecken dahinter traumatische Erfahrungen, die Nähe oder Sexualität blockieren – nicht immer bewusst, nicht immer benennbar. In der Einzelarbeit kann EMDR dann ein Weg sein, genau dort anzusetzen, wo Worte nicht hinkommen.

Man kommt allein. Aber man arbeitet nicht allein.

 

Wie ich arbeite

Meine Arbeit beginnt mit einer Frage, die ich selten laut stelle, aber immer im Hintergrund halte: Was zeigt sich hier – und was steckt eigentlich dahinter? Ich arbeite tiefenpsychologisch – das heißt: ich schaue nicht auf die Spitze des Eisbergs, sondern auf den viel größeren Teil darunter. Frühe Bindungserfahrungen, alte Schutzstrategien, sich wiederholende Muster – oft, ohne dass jemand weiß, woher sie kommen. Genau dort setze ich an, weil Veränderungen, die nur an der Oberfläche arbeiten, selten halten.

Was in einer Beziehung passiert, lässt sich selten verstehen, wenn man nur auf eine Person schaut. Deshalb arbeite ich beziehungsdynamisch: Die sich wiederholenden Schleifen werden sichtbar – die Person, die drängt, während die andere sich zurückzieht; das Schweigen, in dem beide eigentlich reden möchten. Diese Muster zeigen sich nicht nur im Gespräch, sondern besonders im Körper und in der Begegnung. Im Psychodrama arbeiten wir mit Rollen und Szenen – weil manche Dinge sich erst verstehen lassen, wenn man sie wirklich erlebt. Und in der körpertherapeutischen Arbeit werden Beziehungsdynamiken direkt spürbar: Paare schauen sich in die Augen und halten das aus. Sie testen körperlich aus, wo die eigene Grenze ist und wo die des anderen beginnt. Sie schauen sich in die Augen, halten sich, stützen sich, ringen miteinander – auf einer Matte, ohne ein Wort. Was dabei entsteht, ist oft klarer als jedes Gespräch: Wer gibt nach? Wer hält stand? Wer lässt sich fallen – und traut dem anderen, gehalten zu werden? Das ist Beziehung, die man nicht nur denkt, sondern leibhaftig erfährt.

Über Yogatherapie, Atemarbeit und Meditation lassen sich Zustände öffnen und regulieren, die das Gespräch allein nicht erreicht. In der Sexualtherapie heißt das konkret: Wer den eigenen Körper nicht kennt – wie Atem und Becken zusammenhängen, wie Erregung entsteht und sich verändert –, wird sexuelle Schwierigkeiten kaum dauerhaft verändern. Körperkompetenz ist die Grundlage, auf der sexuelle Begegnung erst wirklich möglich wird. Dazu gehören bei mir – je nach Anliegen und Kontext – auch tantrische Ansätze: Atemübungen, Beckenbewusstsein und meditative Körperpraxis als Wege, Erregung wahrzunehmen, zu steuern und den eigenen Körper neu kennenzulernen – ohne Leistungsdruck. Wenn hinter sexuellen Blockaden traumatische Erfahrungen stecken, setze ich ergänzend EMDR ein: eine Methode zur Verarbeitung belastender Erinnerungen im Nervensystem, die tiefer wirkt als reines Gespräch.

Ich begleite Menschen mit Autismus, ADHS und anderen Formen von Neurodivergenz – aus eigener gelebter Erfahrung. Neurodivergente Paare und Einzelpersonen bringen eigene Kommunikationsweisen, Wahrnehmungsprofile und Intimitätsbedürfnisse mit, die in klassischen Therapieansätzen oft unsichtbar bleiben. Ich kenne den Unterschied von innen.

Was ich konkret in einer Sitzung einsetze, hängt davon ab, was gerade gebraucht wird – kein Standardprogramm, kein Schema F. Als Sozialarbeiter M.A. und Heilpraktiker für Psychotherapie arbeite ich mit voller Schweigepflicht außerhalb des Kassensystems, was mir den Spielraum gibt, wirklich individuell zu arbeiten. Meine Praxis in Waiblingen ist offen für alle Geschlechter, Orientierungen, Identitäten und Beziehungsformen – queere Paare, polyamore Strukturen oder BDSM-Dynamiken kommen hier ohne Erklärungsbedarf an.

Mit Klarheit, Tiefe und manchmal auch einer Prise Humor begleite ich Sie dabei, neue Wege zu entdecken. Veränderung entsteht dort, wo sich Menschen gesehen und verstanden fühlen – und genau dafür stehe ich.

Ihre Beziehung und Ihre Sexualität verdienen professionelle, einfühlsame Begleitung. Lassen Sie uns gemeinsam den ersten Schritt gehen.

Ihre nächsten Schritte

Termin vereinbaren

Der erste Schritt ist oft der schwerste – und gleichzeitig der wichtigste. Schreiben Sie mir eine Nachricht per WhatsApp, Mail oder Rufen Sie mich an. Wir besprechen Ihr Anliegen und schauen, wie ich Sie bestmöglich unterstützen kann.

 

Unverbindliches Erstgespräch

Vor jeder gemeinsamen Arbeit im Coaching / psychologische Beratung, EMDR-Coaching und für die MPU-Vorbereitung ist ein persönliches und unverbindliches Gespräch zum Kennenlernen vorgesehen. Dies kann vor Ort in der Coachingpraxis in Waiblingen, telefonisch oder per Zoom erfolgen.

Sie Sind Arbeitgeber und wollen das Coaching auch für Ihre Mitarbeitenden nutzen? Dann informieren Sie sich bitte über mein Mitarbeitendenunterstützungsangebot EAP.

 
 
 

 

 

FAQ / Häufig gestellte Fragen

Wie läuft eine Paar- und Sexualtherapie in Waiblingen ab?

Erstgespräch (90 Minuten)

Im ersten Termin nehme ich mir Zeit, Sie und Ihr Anliegen kennenzulernen. Dabei geht es nicht nur um das aktuelle Problem, sondern um Sie als Menschen und als Paar. Welche Stärken bringen Sie mit? Welche Muster haben sich entwickelt? Was wünschen Sie sich für Ihre Zukunft? Meist eine gemeinsame Arbeit, um den Prozess zu starten. 

Folgetermine

Wir greifen Ihre Thematik auf und schauen, dass wir Ihre tieferliegenden Probleme erkennen und aufarbeiten. Dabei liegt der Fokus auf dem Verständnis der anderen Person. Den, nur wenn wir verstehen, was den*die Beziehungs*partnerin denkt, erlebt etc. kann Partnerschaft funktionieren. Und wenn Probleme erkannt werden, ist es möglich, den Sinn und die Muster dahinter zu verstehen und aufzulösen. 

Therapeutischer Prozess

Jede Therapie ist so individuell wie Sie selbst. Dabei nutze ich:

  • Tiefenpsychologische Ansätze: Um die unbewussten Muster zu verstehen
  • EMDR-Traumatherapie: Wenn belastende Erfahrungen die Intimität blockieren
  • Achtsamkeitstechniken: Für mehr Präsenz und Körperbewusstsein
  • Psychodrama-Elemente: Um neue Perspektiven zu entwickeln
  • Körperorientierte Übungen: Aus meiner Yoga- und Meditationspraxis

    Sowohl Paar- als auch Einzeltermine

    Je nach Situation kann es sinnvoll sein, sowohl gemeinsame als auch einzelne Sitzungen zu integrieren. Manche Themen lassen sich individuell besser bearbeiten, bevor sie in die Paardynamik eingebracht werden.

Als Heilpraktiker für Psychotherapie rechne ich privat ab. Ich nehme 140 € (inkl. Ust.) für Paare und 100 € (Ust. befreit) für einzelne Personen pro 60 Minuten. Meistens arbeiten wir 90 Minuten. Daher rechnen Sie mit einem Preis von 210 € als Paar und 150 € als einzelne Person. 

Sollten Sie Sozialleistungen beziehen oder aus anderen sozialen Gründen wenig Geld haben, können wir ggf. eine Lösung finden. Vorraussetzung dafür ist ein eindeutiger Nachweis (z.B. Bürgergeldbescheid). 

Diese Sorge ist völlig verständlich und normal. Die meisten Menschen haben anfangs Bedenken.

In meiner Praxis schaffe ich einen geschützten, wertfreien Raum, in dem Sie sich öffnen können. Dabei habe ich eine absolute Schweigepflicht und somit verlässt auch nichts, was Sie mir erzählen den Raum. Fast alle Paare sind überrascht, wie natürlich sich das Gespräch entwickelt, wenn der richtige Rahmen da ist.

Absolut.

Oft verändert sich die Paardynamik positiv, wenn ein Partner neue Perspektiven und Verhaltensweisen entwickelt. Einzeltherapie kann ein wichtiger erster Schritt sein und manchmal motiviert das den Partner, später dazuzukommen.

Das ist sehr individuell. Manche Paare erreichen bereits nach 5-8 Sitzungen spürbare Verbesserungen, andere benötigen eine längerfristige Begleitung über mehrere Monate. Wichtig ist: Jeder kleine Schritt zählt.

Ich begleite bei vielfältigen Themen: Lustlosigkeit, Erektionsstörungen, vorzeitigem Samenerguss, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, unterschiedlichen Bedürfnissen in der Partnerschaft, sexuellen Ängsten, Traumata in der Sexualität (Missbrauch, Vergewaltigung) und vielem mehr. Es gibt keine „unnormalen“ sexuellen Herausforderungen – jedes Anliegen wird respektvoll behandelt.

EMDR kann besonders hilfreich sein, wenn traumatische Erlebnisse (z.B. Missbrauch, Vergewaltigung) die Beziehung oder Sexualität belasten. Durch die Verarbeitung belastender Erinnerungen können neue, positive Beziehungs- und Intimitätsmuster entstehen.

Achtsamkeit hilft Paaren, präsent füreinander zu sein und körperliche sowie emotionale Signale bewusster wahrzunehmen. Wie z.B. die effektivste Übung, in die Augenschauen und sich selbst körperlich wahrnehmen oder Meditation der liebenden Güte mit dem*der Partner*in.

Durch meine 20-jährige Meditationspraxis bringe ich diese Kompetenz authentisch in die Therapie ein. Kleine Übungen können zu Hause fortgeführt werden.

Auch das ist ein mögliches Ergebnis, und ich begleite Paare dabei, bewusste Entscheidungen zu treffen. Manchmal geht es darum, eine respektvolle Trennung zu gestalten oder den Weg als Eltern gemeinsam weiterzugehen.

Wenn Sie es schaffen, sich zu trennen und als Freunde bzw. im Guten auseinandergehen, ist das auch ein Erfolg, der Paartherapie. So schaffen Sie, wenn Sie Kinder haben auch einen guten Rahmen für die gemeinsame Zukunft in der Erziehung der Kinder. 

Haben Sie Fragen zu meinem Angebot? Mein KI-Assistent hilft Ihnen gerne weiter!